DIAF26: Online-Reihe abgeschlossen - Finale folgt im Mai
Die DIAF26-Veranstaltungsreihe setzte mit ihrer fünften Ausgabe einen starken inhaltlichen Schlusspunkt im Online-Format: Mit Dunia Khalil stand eine Referentin im Mittelpunkt, die das Thema Religionsfreiheit im schulischen Kontext aus rechtlicher wie gesellschaftspolitischer Perspektive beleuchtete. Die Moderation übernahm Canan Bayram.
Ziel der Veranstaltung war es, Lehrkräften fundierte Orientierung im komplexen Spannungsfeld zwischen Religionsfreiheit, Gleichbehandlungsrecht und staatlicher Neutralität zu bieten und damit zu einer diskriminierungssensiblen Praxis im Schulalltag beizutragen.
In ihrem Beitrag analysierte Frau Khalil die rechtlichen Grundlagen und politischen Entwicklungen rund um das Kopftuchverbot im Bildungswesen und arbeitete dessen Diskriminierungs- und Rassismusdimensionen heraus. Im Fokus stand die Frage, wie scheinbar neutrale schulrechtliche Regelungen in der Praxis religiöse und identitäre Zugehörigkeiten betreffen und welche Handlungsmöglichkeiten Lehrpersonen in diesem Kontext haben.
Ein besonderes Anliegen war die Stärkung der Reflexionsfähigkeit: Pädagogisches Handeln braucht nicht nur rechtliches Wissen, sondern auch den Mut, strukturelle Ungleichheiten zu benennen.
Im Anschluss entstand eine lebhafte Diskussion, die die Vielschichtigkeit des Themas einmal mehr deutlich machte.
Mit dieser Veranstaltung endet die Online-Reihe der DIAF26 und hinterlässt ein klares Plädoyer: Religionsfreiheit im schulischen Raum ist keine abstrakte Rechtsfrage, sondern gelebter Alltag, der konkretes Engagement erfordert.
Eine abschließende Präsenzveranstaltung im Sinne einer gemeinsamen Abschlusssitzung wird Anfang Mai stattfinden.