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DIAF 26: Säkularismus, Gleichstellung und religiöse Selbstbestimmung

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Die DIAF26  Veranstaltungsreihe wird mit einer internationalen Stimme fortgesetzt: Mit Besa Ismaili, Professorin an der Fakultät für Islamische Studien in Prishtina, Kosovo, rückte eine Perspektive in den Fokus, die aktuelle Debatten um Säkularismus, Gleichstellung und religiöse Selbstbestimmung in einen breiteren, transnationalen Kontext einordnet.

Ziel der Veranstaltung war es, das Spannungsfeld zwischen Säkularismus, Gleichstellung und religiöser Selbstbestimmung aus einer kritisch-intersektionalen Perspektive zu beleuchten und Raum für eine fundierte innermuslimische wie gesellschaftspolitische Auseinandersetzung zu schaffen.

In ihrem Beitrag analysierte Frau Ismaili die Kopftuchdebatte als zutiefst politisches und symbolisches Phänomen, das an der Schnittstelle von Religion, Geschlecht und Staatsmacht liegt. Im Mittelpunkt stand die Frage, inwiefern säkularistische Rahmungen vermeintlich neutraler Politik tatsächlich Geschlechterhierarchien reproduzieren und muslimische Frauen als Andere konstruieren, anstatt ihre Autonomie zu stärken.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Fall Kosovo: Anhand der rechtlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen rund um das Kopftuchverbot im Bildungssystem zeigte die Referentin, wie politisch motivierte Restriktionen mit dem Deckmantel säkularer Modernität operieren.

Die Moderation übernahm Edina Husovic. Im Anschluss entwickelte sich eine offene Diskussion, in der unterschiedliche Perspektiven aufeinanderstießen.

Die Veranstaltung machte erneut deutlich: Eine inklusive und pluralismustaugliche Gleichstellungspolitik kann nicht an den gelebten Erfahrungen muslimischer Frauen vorbeigehen – sie muss deren Handlungsmacht ins Zentrum stellen.

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