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„Internationale Konferenz zur religiösen Vielfalt“ in Wien und Graz

Internationales Interreligiöser Dialog News Steiermark Wien
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Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich nahm vom 27. bis 29. April 2026 an der „Internationalen Konferenz zur religiösen Vielfalt: Modelle, Best Practices und Zusammenarbeit für friedliches Zusammenleben“ in Wien und Graz teil. Die hochrangig besetzte Veranstaltung brachte Vertreter aus Österreich und Indonesien zusammen, um über Wege zu mehr friedlichem Zusammenleben, gesellschaftlichem Zusammenhalt und interreligiösem Dialog zu beraten. Der interreligiöse bilaterale Dialog zwischen beiden Ländern besteht seit 2010 und wurde heuer auf Einladung des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten, der Universität Wien und der Stadt Wien fortgeführt.

Die IGGÖ war in Graz durch die regionale Islamische Religionsgemeinde Steiermark vertreten. Ihr Vorsitzender Mehmet Celebi brachte dabei besonders die Perspektive der regionalen Gemeindearbeit und des gelebten interreligiösen Zusammenlebens in der Steiermark ein.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie religiöse Gemeinschaften und gesellschaftliche Institutionen gemeinsam dazu beitragen können, Polarisierung, gesellschaftlicher Fragmentierung und wachsender Intoleranz entgegenzuwirken. Die Konferenz bot eine wichtige Plattform für den Austausch bewährter Praktiken und für die Vertiefung der Beziehungen zwischen Europa und Südostasien.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Eröffnungspanel „Setting the stage: A World at Crossroads – Religion, Governance and the Search for Peaceful Coexistence“, bei dem hochrangige religiöse Würdenträger:innen ihre Perspektiven zu Verantwortung, Dialog und gesellschaftlichem Frieden darlegten.

Präsident Ümit Vural betonte die zentrale Rolle religiöser Gemeinschaften als Brückenbauer in einer zunehmend polarisierten Welt. Wahrer interreligiöser Dialog dürfe nicht bei symbolischen Begegnungen stehen bleiben, sondern müsse sich im konkreten gesellschaftlichen Handeln zeigen: in Bildung, sozialem Engagement und gemeinsamer Verantwortung für den Frieden.

Er unterstrich, dass muslimisches Leben in Europa ein selbstverständlicher Teil der gesellschaftlichen Realität sei und gegenseitiger Respekt nur auf Grundlage von Anerkennung, Gerechtigkeit und gleichberechtigter Teilhabe wachsen könne. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen brauche es Mut zur Begegnung und die Bereitschaft, Unterschiede als Bereicherung zu verstehen.

Auch Vertreter:innen der Evangelischen, Katholischen Kirche und der Buddhistischen Religionsgesellschaft in Österreich betonten, dass interreligiöser Dialog ein konkreter Beitrag zur Friedenssicherung ist. Besonders dort, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion zusammenleben, müsse dieser aktiv gestaltet und institutionell unterstützt werden.

Die Beiträge von Präsident Vural, Cornelia Richter, Werner Freistetter und Gerhard Weißgrab zeigten eindrucksvoll, dass Religionen nicht Teil des Problems, sondern ein wesentlicher Teil der Lösung sind.

Für die IGGÖ bestätigt diese internationale Begegnung einmal mehr die Bedeutung ihres Einsatzes für Dialog, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Österreich und darüber hinaus.

 

 

📷 Taha Babadostu | IGGÖ

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