Interreligiöser Iftar 2026 mit Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen als Ehrengast
Am Dienstag, den 24. Februar 2026, lud die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich zum alljährlichen Interreligiösen Iftar ins prachtvolle Ambiente des Schloss Cobenzl. Unter dem Motto „Zeit für Zuversicht“ versammelten sich zahlreiche Gäste zu einem Abend der Begegnung, des Dialogs und der gemeinsamen Reflexion. Der interreligiöse Iftar ist ein bedeutendes Datum im Ramadan-Kalender der IGGÖ und hat sich längst als wertvoller Beitrag zum interreligiösen Austausch in Österreich etabliert.
Als besonderer Ehrengast durfte in diesem Jahr Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen begrüßt werden. Präsident Vural würdigte dessen Teilnahme in seiner Eröffnungsrede als deutliches Zeichen der Wertschätzung für das Engagement der muslimischen Gemeinschaft im Land. Neben dem Bundespräsidenten folgten Bundesministerin a.D. und Abg. z. NR Alma Zadić, VertreterInnen aller gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften, zahlreiche BotschafterInnen sowie Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft der Einladung. Auch zahlreiche RepräsentantInnen der Gremien und Gemeinden der IGGÖ waren anwesend.
Nach dem Gebetsruf wurde gemeinsam das Fasten gebrochen. Im Rahmen der traditionellen Dattelzeremonie unterstrichen Bundespräsident Van der Bellen und Präsident Vural symbolisch das verbindende Element des Ramadan.
In seinen Worten betonte Präsident Vural die besondere Bedeutung von Gemeinschaft, Respekt und Dialog in einer Zeit vielfältiger gesellschaftlicher Herausforderungen. Er hob hervor, dass Zusammenhalt und gegenseitige Anerkennung Grundpfeiler eines friedlichen Miteinanders seien:
„Zuversicht ist für uns kein passives Warten auf bessere Zeiten. Sie ist kein einfacher Optimismus, der die Augen vor der Realität verschließt. Zuversicht ist eine spirituelle Kraft.
Sie ist die feste Überzeugung, dass das Gute im Menschen, die Vernunft und das Mitgefühl am Ende stärker sind als Hass und Spaltung. Im Koran heißt es: ‚Mit der Erschwernis kommt die Erleichterung.‘ Dies ist kein Versprechen auf ein müheloses Leben, sondern ein Versprechen auf die Kraft, die uns in der Prüfung erwächst. Hier in Österreich tragen wir als Religionsgemeinschaften eine besondere Verantwortung. Religion darf niemals Öl im Feuer von Konflikten sein. Sie muss das Wasser sein, das Brände löscht.“
Die IGGÖ dankt allen Gästen herzlich für ihr Kommen sowie für ihr langjähriges Engagement für den interreligiösen Dialog und das gute Miteinander in Österreich.
Der traditionelle Interreligiöse Iftar ist nicht nur ein religiöses Ritual, sondern ein lebendiger Ausdruck gelebter Begegnung und des gemeinsamen Strebens nach Respekt, Verständigung und Zusammenhalt in unserer pluralen Gesellschaft.
📷 Taha Babadostu, Talha Titiz & Josef El Eraky| IGGÖ