Osterempfang im Bundeskanzleramt
Beim diesjährigen Osterempfang des Kultusministeriums standen der konfessionelle Religionsunterricht sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt im Mittelpunkt.
Bundesministerin Claudia Bauer betonte in ihrer Rede die bedeutende Rolle der Kirchen und Religionsgesellschaften für das gesellschaftliche Miteinander und würdigte sie als wichtige Brückenbauerinnen in einer vielfältigen Gesellschaft. Religionen seien unverzichtbare Stimmen für Frieden, Versöhnung und gegenseitigen Respekt, besonders in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spannungen.
Dem bereits traditionellen Empfang zur Osterzeit ging ein Arbeitsgespräch zwischen den Spitzenvertreter:innen der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften und der Ministerin voraus. Dabei hob Ministerin Bauer den wertvollen Austausch und den aktiven Dialog zwischen Staat und Religionsgemeinschaften hervor. Dies sei keine Selbstverständlichkeit. Österreich brauche die Kirchen und Religionsgemeinschaften heute mehr denn je als „Brückenbauer, Vorbilder und Stimmen der Versöhnung und der Hoffnung“, betonte die Ministerin.
Im Rahmen des Arbeitsgesprächs wurde auch das geplante Kopftuchverbot für muslimische Schülerinnen bis zum 14. Lebensjahr thematisiert. Präsident Ümit Vural bekräftigte erneut die Position der IGGÖ und verwies auf die zentrale Rolle des Verfassungsgerichtshofes bei der Beurteilung, ob ein solches Gesetz verfassungskonform Bestand haben kann. „Muslim:innen sind ein selbstverständlicher Teil der österreichischen Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, diese gelebte Zugehörigkeit stärker sichtbar zu machen, anzuerkennen und gezielt zu fördern.“, stellte Präsident Vural klar.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt war der zunehmende antimuslimische Rassismus sowie der wachsende Antisemitismus in Österreich. Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass es gemeinsamer Anstrengungen bedarf, um diesen besorgniserregenden Entwicklungen entschieden entgegenzutreten und ein friedliches, respektvolles Zusammenleben nachhaltig zu stärken.
📷 BKA/Paul Gruber