Teilnahme an der Tagung „Mythos Kopftuch“ an der Universität Wien
Präsident Ümit Vural nahm am Samstag, den 17. Jänner 2026, an einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltung „Mythos Kopftuch: Religiöse Sichtbarkeit in der pluralen Gesellschaft – Kontroverse oder Normalität?“ an der Universität Wien teil. Begleitet wurde er von Bildungsamtsleiter Binur Mustafi und Walter Hessler von der Neuapostolischen Kirche Österreichs.
Gerade bei sensiblen und emotional geführten Debatten ist es Aufgabe der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) präsent zu sein, zuzuhören und klar Stellung zu beziehen. Als gesetzlich anerkannte Religionsgesellschaft trägt die IGGÖ Verantwortung dafür, die religiösen Lebensrealitäten von Musliminnen und Muslimen sichtbar zu machen und sachlich in den gesellschaftlichen Dialog einzubringen.
Die Diskussion war zu Beginn von starken Gegensätzen und unterschiedlichen Sichtweisen geprägt. Präsident Vural brachte in diesem Spannungsfeld die Position der IGGÖ mit ruhiger Klarheit, rechtlicher Fundierung und differenzierten Argumenten ein. Dabei ging es nicht um Konfrontation, sondern um Einordnung, um das Aufbrechen von Pauschalisierungen und um den gemeinsamen Blick auf die Werte unserer demokratischen Gesellschaft.
Religiöse Sichtbarkeit gehört zur Realität einer pluralen Gesellschaft. Sie ist kein Widerspruch zu Demokratie oder Rechtsstaat, sondern Ausdruck gelebter Vielfalt – solange sie auf Freiwilligkeit, gegenseitigem Respekt und den Grundrechten beruht. Das Kopftuch ist dabei kein politisches Symbol, sondern für viele Frauen ein persönlicher Ausdruck ihrer religiösen Überzeugung.
Mit seiner Teilnahme machte Präsident Vural deutlich: Die IGGÖ übernimmt Verantwortung; für Dialog, für Differenzierung und für ein respektvolles Miteinander in Österreich.